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Fakten

Bäume sind die Lösung

Der Klimawandel kann einer kürzlich veröffentlichten Schweizer Studie zufolge durch nichts so effektiv bekämpft werden wie durch Aufforstung. Bäume zu pflanzen habe das Potenzial, zwei Drittel der bislang von Menschen verursachten klimaschädlichen CO2-Emissionen aufzunehmen. Die Studie zeige erstmals, dass das vom Weltklimarat (IPCC) vorgegebene Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad erreichbar sei, schreiben die Forscher. Aber: Wir müssen jetzt handeln! Denn Bäume speichern zwar auch schon in jungen Jahren CO2, aber ihr volles Potenzial entfalten sie erst über die Jahre. Wissenschaftler der Oxford University bestätigen das und haben das Baumpflanzen zur besten Methode ernannt, um Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre zu binden und der globalen Erwärmung entgegenzuwirken. Bäume sind kinderleicht zu pflanzen, entziehen der Atmosphäre über Jahre CO2 und binden dieses langfristig. Aber es kommt noch besser: Bäume nehmen nicht nur CO2 und andere Treibhausgase wie Kohlenmonoxid oder Schwefeldioxid auf, sondern stoßen auch wertvollen Sauerstoff aus. Ein einzelner Baum kann bis zu 5 kg Luftschadstoffe im Jahr aufnehmen und im gleichen Zeitraum bis zu 130 kg Sauerstoff produzieren. Also doppelt gut! Mit 1.000 Milliarden neuen Bäumen speichern wir über ein Viertel unseres aktuellen weltweiten CO2-Ausstoßes und gewinnen wertvolle Zeit, um das Zwei-Grad-Ziel doch noch zu erreichen.

Acker- vs. Waldflächen

Ackerfläche und Forstflächen stehen grundsätzlich in einer Konkurrenzsituation, aber weltweit könnten rund 1 Milliarde Hektar Landfläche zu neuen Wäldern aufgeforstet werden – ohne dass Äcker oder Siedlungen weichen müssen. Das Entscheidende jedoch: Nach Angaben der Forscher soll diese zusätzliche Waldfläche ausreichen, um zwei Drittel der menschengemachten CO2-Emissionen zu schlucken. Waldschutz und Aufforstung könnte damit eine der besten Lösungen für den Klimaschutz sein, so die Forscher im Fachmagazin „Science“. Zusätzlich enthält ein Viertel der globalen Bodenfläche heute schon deutlich weniger Humus und Nährstoffe als vor 25 Jahren oder lässt sich gar nicht mehr als Ackerland nutzen, heißt es in einem Bericht des Umweltbundesamtes. Als wesentliche Ursachen seien Landgewinnung durch Abholzung, Brandrodung, Umbruch und eine intensive sowie nicht Standort-angepasste Landwirtschaft zu nennen. Einige Länder haben inzwischen Maßnahmen ergriffen, um den Verlust von Böden aufzuhalten. Ein Mittel ist das Pflanzen von Bäumen. Das größte Aufforstungsprojekt gegen die Verwüstung hat China mit dem Bau der sogenannten Grünen Mauer initiiert. Es wird also Zeit auch in Deutschland aktiver zu werden und nicht nur Forstflächen aufzuforsten, sondern auch nicht genutzte Ackerflächen neu zu bewalden.

Heimische Waldbauern unter Druck

Die Waldbauern erbringen auch Dienstleistungen und Güter, die jedoch von den Nutznießern normalerweise nicht bezahlt werden müssen, da eine gesetzliche Grundlage dafür fehlt oder weil die Märkte nicht existieren. Als bekannteste Beispiele sind hier die Pflicht des Wegebau und die Sicherung dieser für die Gesellschaft zu nennen. Es liegt somit Marktversagen vor. Dies betrifft insbesondere die CO2-Speicherung und -sequestrierung, Tourismus und Naherholung. Auch die Erbringung von Boden-, Luft- und Wasserschutzfunktionen und der Erhalt von Biodiversität werden in der Regel nicht vergütet. Die Waldbauern leisten also schon einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Jetzt müssen wir unterstützen, damit das so bleibt.